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Mehr als 8.000 Unternehmen bewältigen ihre Finanzen bereits ohne Chaos.

80 %
Reduzierung der Dokumentenbearbeitungszeit
98 %
Dokumente werden automatisch verarbeitet
12 min
durchschnittliche Zeitersparnis pro Rechnung

Lindt schätzt die geringe Fehlerquote und die Zeitersparnis

„Die mobile App von Wflow ist die einfachste und schnellste Möglichkeit, Rechnungen freizugeben. Besonders schätze ich, dass ich für jede Transaktion nicht erst meinen Computer einschalten muss – ein paar Klicks in der App genügen und alles ist erledigt.“

Kristýna Nejezchlebová
Project manager
Lindt

Shoptet führte mit Wflow seine ersten KI-gestützten internen Prozesse ein

„Heute verarbeiten wir alle eingehenden Belege digital – von der Freigabe bis zur Übergabe an unsere externe Buchhaltung. Wflow hat uns geholfen, den gesamten Prozess zu vereinfachen, die Effizienz zu steigern und eine solide Grundlage für weitere Automatisierung zu schaffen.“

Jan Hospodka
CEO
Shoptet
wflow blog

Wie Sie Ihre Finanzen in den Griff bekommen

Praktische Anleitungen, wie Sie die Dokumentenverarbeitung beschleunigen, Genehmigungsprozesse einrichten und Kosteninformationen in Echtzeit erhalten.

Zu den Artikeln
Digitalisierung der Buchhaltung
2026-07-21
|
0 min lesezeit

E-Rechnung ohne Schmerzen: Warum Sie dafür Ihr ERP nicht wechseln müssen

Viele Unternehmen fürchten bei der E-Rechnung nicht die Rechnung selbst, sondern alles, was rund um sie passiert. Wo gehen E-Rechnungen ein? Wie werden sie mit dem ERP verbunden? Wer gibt sie frei, und was geschieht mit Ausnahmen?

Wo gehen E-Rechnungen künftig ein? Wer kontrolliert sie? Wie werden sie mit dem ERP verbunden? Und was geschieht mit Rechnungen, bei denen etwas nicht stimmt?

Und vor allem: Wer beruhigt das Buchhaltungsteam mit dem Versprechen, dass „alles ganz einfach wird“, während sich gerade einer der sensibelsten Unternehmensprozesse verändert?

Genau hier zeigt sich der Unterschied zwischen einem Unternehmen, das die E-Rechnung als weiteres isoliertes Projekt einführt, und einem Unternehmen, das seine Rechnungen bereits mithilfe einer Lösung zur Digitalisierung und Automatisierung der Buchhaltung unter Kontrolle hat.

Wenn Belege schon heute einen digitalen Workflow durchlaufen, klare Freigaberegeln, einen Audit-Trail, eine ERP-Anbindung und vordefinierte Regeln haben, ist die E-Rechnung keine Revolution. Sie ist lediglich eine neue Art, wie eine Rechnung in einen bereits bestehenden Prozess gelangt.

Wflow hilft Unternehmen, ihre Buchhaltungsprozesse so vorzubereiten, dass die E-Rechnung nicht zu Chaos führt, sondern zu saubereren Daten, weniger manueller Arbeit und einer schnelleren Verarbeitung.

In Deutschland gilt seit dem 1. Januar 2025 eine neue Definition der E-Rechnung. Als E-Rechnung gilt nur noch eine Rechnung in einem strukturierten elektronischen Format, das eine automatische elektronische Verarbeitung ermöglicht. Ein einfaches PDF erfüllt diese Definition nicht. Unternehmen müssen seitdem grundsätzlich in der Lage sein, E-Rechnungen zu empfangen; für die Ausstellung gelten Übergangsregelungen.

Der erste Schritt zur E-Rechnung: ein funktionierender Workflow

Die E-Rechnung wird vor allem in Unternehmen zum Problem, in denen schon heute niemand genau weiß, was mit einer Rechnung zwischen Eingang und Verbuchung geschieht.

Wenn Rechnungen über verschiedene Kanäle eingehen, per E-Mail freigegeben werden, Ausnahmen telefonisch geklärt werden und das ERP erst die letzte Station ist, an der der Beleg ankommt, löst die E-Rechnung dieses Problem nicht automatisch.

Sie bringt lediglich einen strukturierteren Eingang in einen Prozess, der bereits vorher nicht unter Kontrolle war.

Deshalb empfinden manche Unternehmen die E-Rechnung als Bedrohung.

💡 In Wirklichkeit fürchten Unternehmen nicht die E-Rechnung. Sie fürchten, dass ein neues Format das alte Prozesschaos sichtbar macht.

Was sich verändert, wenn ein Unternehmen Wflow nutzt

In Wflow hat jeder Beleg von Anfang an seinen festen Platz. Er durchläuft einen Freigabe-Workflow, hat klar definierte Verantwortliche, einen buchhalterischen Kontext, eine Änderungshistorie und eine Anbindung an das ERP.

Wenn sich die Art verändert, wie eine Rechnung in das Unternehmen gelangt, muss der gesamte nachfolgende Prozess nicht neu aufgebaut werden.

Das ist entscheidend.

Die E-Rechnung sorgt in erster Linie dafür, dass eine Rechnung als strukturierter Datensatz eingeht. Der eigentliche Mehrwert entsteht jedoch erst danach: wenn diese Daten automatisch in Prüfung, Freigabe, Buchung, Archivierung und Audit-Trail eingebunden werden.

Unternehmen, die Wflow bereits einsetzen, beginnen daher nicht bei null. Sie verfügen über einen vorbereiteten Prozess, in den sich E-Rechnungen nahtlos integrieren lassen.

Statt zu fragen:

Was müssen wir alles verändern?

können sie sich auf die sinnvollere Frage konzentrieren:

Welche manuellen Schritte fallen dadurch endlich weg?
Quelle: mobile Wflow-App – eine Lösung zur Automatisierung und Digitalisierung der Buchhaltung

Warum Sie wegen der E-Rechnung Ihr ERP nicht wechseln müssen

Eine der häufigsten Sorgen lautet:

Müssen wir wegen der E-Rechnung unser ERP wechseln?

In den meisten Fällen nicht.

Das ERP kann dort bleiben, wo es ist, und weiterhin seine zentrale Aufgabe in Buchhaltung, Datenerfassung und Reporting erfüllen.

Wflow funktioniert als Prozessschicht über dem bestehenden Buchhaltungs- oder ERP-System. Es steuert, was vor der eigentlichen Verbuchung geschieht:

  • Eingang der Belege,
  • Prüfung,
  • Freigabe,
  • Validierung,
  • Audit-Trail,
  • sichere digitale Archivierung,
  • und Übergabe der Daten an die Buchhaltung.

Das Ziel ist also nicht, das ERP zu ersetzen.

Das Ziel ist, die manuelle Arbeit zwischen Rechnungseingang, Freigabe und Buchhaltung zu beseitigen.

Das ist ein wichtiger Unterschied.

Viele Unternehmen stellen sich die Modernisierung ihrer Finanzprozesse noch immer als umfassenden Austausch der Buchhaltungssoftware vor. Das größte Problem liegt jedoch häufig nicht im ERP selbst, sondern in allem, was davor passiert.

Genau dort entstehen:

  • Verzögerungen,
  • Übertragungsfehler,
  • fehlende Freigaben,
  • und unnötige Suchaufwände.

Peppol überträgt die Daten. Wflow steuert, was danach geschieht

Eine Infrastruktur für elektronische Rechnungen, beispielsweise Peppol, hilft dabei, eine strukturierte Rechnung sicher vom Lieferanten zum Empfänger zu übertragen.

💡 Eine Rechnung ist nicht länger nur ein PDF für Menschen, sondern ein strukturiertes Datenformat, das Systeme automatisch verarbeiten können.

Damit endet der Prozess jedoch nicht.

Die Rechnung geht zwar als Datensatz ein, doch das Unternehmen muss weiterhin wissen, was damit geschehen soll. Wer gibt sie frei? Wer gleicht sie mit der Bestellung ab? Gehört sie zu einem bestehenden Vertrag? Wer bearbeitet eine Ausnahme? Und wo lässt sich später nachvollziehen, wie eine Entscheidung zustande kam?

Peppol regelt, wie die Rechnung übertragen wird. Wflow regelt, was danach mit ihr geschieht.

Genau in diesem Teil des Prozesses entsteht für Unternehmen der größte Mehrwert. Nicht allein dadurch, dass eine E-Rechnung eingeht, sondern dadurch, dass sie nicht zu einem weiteren Vorgang wird, der auf eine manuelle Prüfung wartet.

In Wflow kann eine E-Rechnung den Prozess automatisch durchlaufen: von der Validierung und Freigabe über die buchhalterische Verarbeitung bis zur Archivierung und zum Audit-Trail.

Und was ist mit XRechnung und ZUGFeRD?

In Deutschland begegnen Unternehmen vor allem den Formaten XRechnung und ZUGFeRD.

Beide können die gesetzlichen Anforderungen an eine strukturierte E-Rechnung erfüllen. Die XRechnung ist ein rein strukturiertes Datenformat. ZUGFeRD kombiniert in geeigneten Profilen eine visuell lesbare PDF-Datei mit eingebetteten strukturierten XML-Daten. Entscheidend ist jedoch nicht allein der Name des Formats, sondern ob die Rechnung den gesetzlichen Vorgaben entspricht und elektronisch weiterverarbeitet werden kann.

Am grundlegenden Prinzip ändert das nichts: Das Rechnungsformat ist nicht das eigentliche Ziel.

Unabhängig davon, ob ein Unternehmen mit PDF-Dateien, XRechnung, ZUGFeRD oder über Peppol übertragenen E-Rechnungen arbeitet, muss es weiterhin steuern, was mit dem Beleg innerhalb des Unternehmens geschieht.

Das Format liefert die Daten. Der Workflow entscheidet, ob daraus tatsächlich ein schnellerer und verlässlicherer Buchhaltungsprozess entsteht.

Deshalb sollte die E-Rechnung nicht nur als gesetzliche oder technische Veränderung betrachtet werden, sondern auch als Chance, die Finanzorganisation auf die Arbeit mit strukturierten Daten vorzubereiten.

XRechnung und ZUGFeRD prägen die heutige Realität des deutschen Marktes. Peppol ist ein möglicher Übertragungsweg, aber nicht der einzig zulässige. Nach den deutschen Vorgaben können E-Rechnungen über verschiedene vereinbarte elektronische Wege übermittelt werden.

So führen Sie die E-Rechnung mit minimalen Veränderungen im Tagesgeschäft ein

Die Einführung der E-Rechnung muss nicht mit einem großen Umbruch beginnen. Im Gegenteil: Der sicherste Weg ist eine schrittweise Umstellung.

Zunächst sollte das Unternehmen ermitteln, auf welchen Wegen Rechnungen heute tatsächlich durch die Organisation laufen, wo die meiste manuelle Arbeit entsteht und welche Schritte sich ständig wiederholen.

Typischerweise handelt es sich um:

  • das manuelle Übertragen von Daten,
  • Freigaben per E-Mail,
  • den Abgleich mit Bestellungen,
  • die Prüfung von Lieferanten,
  • oder die Suche nach früheren Entscheidungen und Bearbeitungsschritten.

Sobald diese Abläufe transparent sind, ist es sinnvoll, das bestehende ERP mit einer Prozessschicht zu verbinden, in der Belege vor der Verbuchung gesteuert werden.

In Wflow lassen sich Workflows, Rollen, Regeln, Freigabegrenzen und der buchhalterische Kontext so konfigurieren, dass sich Rechnungen nicht unkontrolliert in einem neuen Eingangskanal ansammeln.

Erst danach sollte das Unternehmen weitere Lieferanten, Rechnungsarten oder Teams einbinden.

So kann es zunächst den Prozess überprüfen, Regeln festlegen und die Mitarbeitenden mit dem neuen Rechnungseingang vertraut machen, ohne den gesamten Buchhaltungsbetrieb zu beeinträchtigen.

Wann die E-Rechnung einen echten Mehrwert schafft

Die E-Rechnung allein ist noch kein Gewinn. Der eigentliche Mehrwert entsteht dann, wenn strukturierte Daten das Unternehmen ohne manuelle Übertragung, langes Suchen und Freigaben per E-Mail durchlaufen.

In einem gut eingerichteten Prozess geht die Rechnung als Datensatz ein, das System ordnet sie dem richtigen Workflow zu, ergänzt den buchhalterischen Kontext, sendet sie an die zuständigen Freigabeverantwortlichen und dokumentiert sämtliche Schritte.

Das Buchhaltungsteam muss dadurch nicht mehr routinemäßig jede Information von Anfang an übertragen, weiterleiten und kontrollieren. Es konzentriert sich stattdessen auf Ausnahmen, Abweichungen und die fachliche Prüfung.

Für die Finanzabteilung bedeutet das sauberere Daten, schnellere Freigaben, eine geringere Abhängigkeit von einzelnen Mitarbeitenden und eine bessere Vorbereitung auf Prüfungen.

Für das Unternehmen insgesamt bedeutet es weniger Reibungsverluste zwischen Lieferanten, Buchhaltung, Management und operativen Teams.

In dieser Form ist die E-Rechnung keine Pflicht, die ein Unternehmen irgendwie überstehen muss.

Sie wird zu einer Gelegenheit, einen Prozess zu bereinigen, der bereits heute unnötig viel Zeit beansprucht.

💡 Wflow hilft Unternehmen, die E-Rechnung als Teil einer umfassenderen Automatisierung der Buchhaltung zu nutzen. Dabei geht es nicht nur darum, dass eine Rechnung digital eingeht, sondern auch darum, was anschließend mit ihr geschieht.

In Wflow wird der Beleg mit Freigaben, buchhalterischem Kontext, Lieferantendaten, Änderungshistorie, Archiv und ERP-Anbindung verbunden. Dadurch hat jede Rechnung einen klaren Weg, eindeutig definierte Verantwortlichkeiten und eine lückenlos nachvollziehbare Historie.

Unternehmen müssen nicht warten, bis sie ihre Prozesse unter Zeitdruck an die E-Rechnung anpassen müssen. Sie können sich schrittweise vorbereiten und die E-Rechnung als natürliche Fortsetzung der ohnehin notwendigen Digitalisierung ihrer Buchhaltung nutzen.

Der größte Mehrwert von Wflow liegt nicht darin, das ERP zu ersetzen. Er liegt darin, die manuelle Arbeit zu beseitigen, die sich im Laufe der Zeit rund um das ERP angesammelt hat.

Möchten Sie erfahren, wie die E-Rechnung in Ihrem Unternehmen ohne ERP-Wechsel funktionieren kann?

Vereinbaren Sie eine Wflow-Demo und finden Sie heraus, an welchen Stellen Automatisierung manuelle Arbeit aus Ihrem Buchhaltungsprozess entfernen kann.

FAQ

Müssen wir wegen der E-Rechnung unser ERP wechseln?

In den meisten Fällen nicht. Wflow funktioniert als Prozessschicht über dem bestehenden Buchhaltungs- oder ERP-System und steuert, was vor der eigentlichen Verbuchung geschieht: Belegeingang, Prüfung, Freigabe, Audit-Trail und Übergabe der Daten an die Buchhaltung.

Was übernimmt Peppol und was übernimmt Wflow?

Peppol ermöglicht die sichere Übertragung strukturierter Rechnungen zwischen Lieferanten und Empfängern. Wflow steuert den anschließenden internen Prozess: Prüfung, Freigabe, Validierung, buchhalterischen Kontext, Archivierung, Audit-Trail und ERP-Anbindung.

Was ist der Unterschied zwischen XRechnung, ZUGFeRD und Peppol?

XRechnung und ZUGFeRD sind Formate für strukturierte elektronische Rechnungen. Peppol ist dagegen eine internationale Infrastruktur für den sicheren Austausch strukturierter elektronischer Dokumente zwischen Unternehmen und Systemen.

Für Finanzabteilungen ist vor allem entscheidend, dass sich die strukturierten Daten in interne Workflows, Freigaben und die Buchhaltung integrieren lassen.

Warum reicht die E-Rechnung allein nicht aus?

Die E-Rechnung stellt sicher, dass eine Rechnung als strukturierter Datensatz eingeht. Das Unternehmen muss dennoch klar steuern, wer sie freigibt, wie sie geprüft wird, wie Ausnahmen behandelt werden und wie die Informationen an die Buchhaltung übergeben werden.

Wie unterstützt Wflow die E-Rechnung?

Wflow verbindet eingehende Belege mit Freigabe-Workflows, Buchungsregeln, Audit-Trail, Archiv und ERP. Dadurch wird die E-Rechnung nicht zu einem weiteren isolierten Eingangskanal, sondern zu einem Bestandteil eines automatisierten Buchhaltungsprozesses.

Kann die E-Rechnung schrittweise eingeführt werden?

Ja. Sinnvoll ist es, mit ausgewählten Rechnungsarten, Lieferanten oder den Prozessbereichen zu beginnen, in denen heute die meiste manuelle Arbeit entsteht. Nachdem der Workflow erprobt wurde, kann der Umfang schrittweise erweitert werden.

Automatisierung von Buchhaltungsprozessen
2026-07-14
|
0 min lesezeit

Peppol und E-Rechnung: Das Ende der Rechnung als Dokument. In Europa beginnt das Zeitalter strukturierter Daten.

Finanzprozesse in Europa entwickeln sich von Dokumenten hin zu strukturierten Daten. Peppol gehört zu den wichtigsten Infrastrukturen für den sicheren Austausch elektronischer Rechnungen. Erfahren Sie, wie die E-Rechnung funktioniert und was die neuen gesetzlichen Anforderungen in Deutschland für Unternehmen bedeuten.

Die Europäische Union möchte Ihre internen Unternehmensprozesse nicht verändern. Sie verfolgt jedoch ein klares Ziel: Finanzdaten sollen schneller, präziser und transparenter verfügbar sein.

Deshalb entwickelt sich die elektronische Rechnungsstellung rasant von einer freiwilligen Digitalisierung hin zu einem europäischen Standard.

Unternehmen, die heute ausschließlich PDF-Rechnungen per E-Mail austauschen, arbeiten nicht nur mit einem ineffizienten Prozess. Sie bewegen sich zunehmend außerhalb der Infrastruktur, auf die sich der europäische Rechnungsverkehr vorbereitet.

Dabei geht es nicht nur um neue Dateiformate.

Es geht um einen grundlegenden Wandel der Finanzprozesse – weg von Dokumenten, hin zu strukturierten Daten, die Systeme automatisch verarbeiten können.

Aktuelle Gesetzeslage in Deutschland

Seit dem 1. Januar 2025 müssen Unternehmen in Deutschland elektronische Rechnungen im B2B-Bereich empfangen können.

Die Verpflichtung zum Versand elektronischer Rechnungen wird im Rahmen einer mehrjährigen Übergangsphase schrittweise eingeführt.

Grundlage bildet der europäische Standard EN 16931, der die Struktur elektronischer Rechnungen definiert. In Deutschland werden dafür vor allem die Formate XRechnung und ZUGFeRD verwendet.

Für den sicheren Austausch dieser strukturierten Rechnungen gewinnt das Peppol-Netzwerk zunehmend an Bedeutung – insbesondere im öffentlichen Sektor und bei Unternehmen mit internationalen Geschäftsbeziehungen.

Unternehmen, die ihre Finanzprozesse bereits heute digitalisieren, schaffen die Grundlage für eine reibungslose Umsetzung zukünftiger gesetzlicher Anforderungen.

Warum führt die EU die verpflichtende E-Rechnung ein? (ViDA und die Digitalisierung der Umsatzsteuer)

Wenn Steuerbehörden Informationen über Geschäftsvorfälle erst Wochen oder Monate nach ihrer Entstehung erhalten, entstehen Spielräume für Fehler, Steuerbetrug und ineffiziente Verwaltungsprozesse.

Die Europäische Kommission beschäftigt sich deshalb seit Jahren mit der sogenannten VAT Gap – der Differenz zwischen der theoretisch zu erhebenden und der tatsächlich vereinnahmten Mehrwertsteuer.

Mit der Initiative VAT in the Digital Age (ViDA) schafft die Europäische Union den gesetzlichen Rahmen für:

  • digitales Umsatzsteuer-Reporting,
  • strukturierte elektronische Rechnungen,
  • standardisierte Datenformate,
  • automatisierte Transaktionskontrollen.

ViDA führt schrittweise ein

  • digitales Reporting
  • standardisierte elektronische Rechnungen
  • automatisierte Transaktionskontrollen

Ziel ist es, dass Finanzdaten nahezu in Echtzeit verfügbar werden.

Davon profitieren nicht nur Behörden.

Auch Finanzabteilungen erhalten deutlich schneller Einblick in Liquidität, Verbindlichkeiten und Unternehmenskennzahlen und können fundiertere Entscheidungen treffen.

Was ist Peppol und warum ist es so wichtig?

Peppol ist keine Software. Es ist die Infrastruktur für den elektronischen Rechnungsaustausch.

Peppol (Pan-European Public Procurement Online) ist ein internationales Netzwerk, das ERP-, Buchhaltungs- und Finanzsysteme miteinander verbindet.

Dadurch

  • erreichen Rechnungen zuverlässig den richtigen Empfänger,
  • werden strukturierte Daten in einem einheitlichen Format übertragen,
  • erfolgt die Übertragung sicher und nachvollziehbar,
  • entsteht eine vollständige digitale Nachvollziehbarkeit.

Wer heute eine PDF-Rechnung per E-Mail verschickt, übermittelt letztlich ein Dokument, das beim Empfänger erneut verarbeitet werden muss.

Peppol funktioniert grundlegend anders.

Übertragen werden strukturierte Rechnungsdaten, die Buchhaltungs- und ERP-Systeme unmittelbar automatisiert verarbeiten können.

Genau darin liegt der entscheidende Unterschied zwischen einer PDF-Rechnung und einer echten elektronischen Rechnung.

Was ist Peppol?

Peppol ist ein internationales Netzwerk für den sicheren Austausch strukturierter elektronischer Rechnungen und anderer Geschäftsdokumente zwischen Unternehmen, Behörden und IT-Systemen. Es ermöglicht die automatisierte Übertragung und Verarbeitung von Rechnungsdaten ohne E-Mail und ohne manuelle Eingriffe.

Wie funktioniert Peppol in der Praxis?

Peppol basiert auf dem sogenannten Vier-Ecken-Modell (Four Corner Model).

Ein Unternehmen sendet seine Rechnung nicht direkt an den Geschäftspartner.

Die strukturierte Rechnung wird zunächst an einen zertifizierten Peppol Access Point übermittelt. Dieser leitet sie sicher an den Access Point des Empfängers weiter, von wo sie automatisch in das ERP- oder Buchhaltungssystem übertragen wird.

Der gesamte Prozess erfolgt

  • ohne E-Mail,
  • ohne Dateianhänge,
  • ohne manuelle Dateneingabe,
  • ohne Medienbrüche.

Der entscheidende Vorteil:

Die Zustellung ist nicht nur wahrscheinlich, sondern verlässlich, nachvollziehbar und standardisiert.

Der größte Nutzen von Peppol für Finanzverantwortliche

Finanzabteilungen arbeiten heute häufig mit Informationen, die mehrere Tage oder sogar Wochen alt sind. Das ist problematisch, denn unternehmerische Entscheidungen werden heute getroffen – nicht erst zum Monatsende.

Peppol hilft dabei, die Zeitspanne zwischen einer Geschäftstransaktion und der Verfügbarkeit der dazugehörigen Finanzdaten deutlich zu verkürzen.

Das wirkt sich unmittelbar auf die Finanzsteuerung aus:

  • Rechnungen werden sofort zugestellt → schnellerer Cashflow
  • Validierung bereits vor der Zustellung → weniger Fehler
  • standardisierte Daten → bessere Reports und Analysen

Das Ergebnis sind nicht nur schneller verarbeitete Rechnungen.

Vor allem erhalten Finanzleiter und CFOs einen aktuellen Überblick über die finanzielle Situation ihres Unternehmens und können fundierte Entscheidungen auf Basis aktueller Daten treffen.

Der größte Fehler? Auf gesetzliche Vorgaben warten.

Viele Unternehmen beginnen erst dann mit der Vorbereitung, wenn Kunden, Geschäftspartner oder gesetzliche Vorgaben sie dazu zwingen.

Genau das ist häufig der teuerste und aufwendigste Weg.

Unternehmen, die früher starten, haben genügend Zeit,

  • ihre bestehenden Prozesse zu analysieren,
  • manuelle Arbeitsschritte zu identifizieren,
  • Stammdaten zu bereinigen,
  • interne Abläufe zu standardisieren,
  • ERP-Systeme vorzubereiten,
  • und eine Lösung auszuwählen, die zukünftige Anforderungen unterstützt.

Die Einführung von Peppol bedeutet nämlich weit mehr als die Anbindung an ein neues Netzwerk.

Sie ist vor allem ein Schritt hin zu einer Finanzorganisation, die mit strukturierten Daten arbeitet.

Peppol + Automatisierung der Buchhaltung = leistungsfähigere Finanzprozesse

Peppol löst ein zentrales Problem:

den sicheren Austausch strukturierter Rechnungsdaten zwischen Unternehmen.

Nicht gelöst werden jedoch die Prozesse innerhalb des Unternehmens.

Peppol übernimmt beispielsweise nicht:

  • Rechnungsfreigaben,
  • Kostenkontrolle,
  • interne Buchhaltungs-Workflows,
  • ERP-Verarbeitung,
  • digitale Archivierung,
  • automatische Buchungen.

Deshalb kombinieren Unternehmen Peppol in der Praxis mit Lösungen zur Automatisierung von Finanz- und Buchhaltungsprozessen.

Genau hier setzt Wflow an.

Während Peppol den sicheren Datenaustausch ermöglicht, automatisiert Wflow den gesamten weiteren Rechnungsprozess – von der Erfassung über die Freigabe bis zur Buchung und Archivierung.

So sieht ein moderner Rechnungsprozess aus

In modernen Finanzabteilungen endet der Prozess nicht mit dem Eingang einer Rechnung.

Dort beginnt er erst.

Ein typischer digitaler Workflow sieht heute folgendermaßen aus:

  1. Der Lieferant versendet eine strukturierte elektronische Rechnung.
  2. Die Rechnung wird automatisch empfangen.
  3. KI überprüft bzw. ergänzt die erforderlichen Daten.
  4. Die Rechnung durchläuft den definierten Freigabeprozess.
  5. Sie wird mit Bestellungen oder Verträgen abgeglichen.
  6. Die Daten werden automatisch an das ERP- oder Buchhaltungssystem übergeben.
  7. Die Rechnung wird inklusive vollständigem Audit-Trail revisionssicher archiviert.

Dadurch entsteht kein isolierter Rechnungsprozess mehr, sondern ein vollständig digitaler Finanzworkflow.

Wie Sie Ihr Unternehmen vorbereiten

1. Bestehende Prozesse analysieren

Ermitteln Sie, wie Rechnungen heute in Ihr Unternehmen gelangen, wer sie bearbeitet und an welchen Stellen manuelle Arbeit entsteht.

2. Datenqualität überprüfen

Strukturierte elektronische Rechnungen setzen korrekte Lieferanten-, Kunden- und Stammdaten voraus.

3. Freigabeprozesse standardisieren

Automatisierung funktioniert am besten auf Basis klar definierter Abläufe.

4. Eine zukunftssichere Lösung auswählen

Achten Sie darauf, dass Ihre Software bereits heute unterstützt:

  • elektronische Rechnungen,
  • Peppol,
  • ERP-Integrationen,
  • digitale Archivierung,
  • automatisierte Workflows.

5. Geschäftspartner frühzeitig einbinden

Den größten Nutzen erzielen Unternehmen, wenn Lieferanten und Kunden ebenfalls bereit für den elektronischen Rechnungsaustausch sind.

💡 Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Die elektronische Rechnung ist kein kurzfristiger Trend.
  • Sie bildet die Grundlage für eine neue Finanzinfrastruktur in Europa.
  • Peppol entwickelt sich zu einer der wichtigsten Infrastrukturen für den sicheren Austausch strukturierter Rechnungsdaten.
  • Unternehmen, die frühzeitig handeln, verbessern ihre Prozesse, erhöhen die Transparenz und vermeiden kostspielige Umstellungen unter Zeitdruck.
  • Den größten Mehrwert erzielen Unternehmen, wenn sie Peppol mit einer durchgängigen Automatisierung ihrer Finanzprozesse kombinieren.

Machen Sie Ihr Unternehmen fit für die digitale Rechnungsstellung

Peppol ist nur der erste Schritt.

Erfahren Sie, wie Wflow elektronische Rechnungen, KI-gestützte Dokumentenverarbeitung, Freigabe-Workflows, ERP-Integrationen und digitale Archivierung in einer Plattform vereint.

Kostenlose Demo vereinbaren

Glossar: E-Rechnung, Peppol und ViDA

A

Access Point

Ein Access Point ist ein zertifizierter Zugang zum Peppol-Netzwerk. Unternehmen senden elektronische Rechnungen nicht direkt an ihre Geschäftspartner, sondern über einen Access Point, der die sichere und standardisierte Übermittlung an das System des Empfängers übernimmt. Dadurch müssen Unternehmen keine individuellen Schnittstellen zu jedem einzelnen Geschäftspartner aufbauen.

D

Digital Reporting Requirements (DRR)

Die Digital Reporting Requirements (DRR) sind Bestandteil der europäischen Initiative VAT in the Digital Age (ViDA). Sie definieren, welche Transaktionsdaten Unternehmen künftig digital an die Finanzbehörden übermitteln müssen. Ziel ist es, die bisherige periodische Berichterstattung durch nahezu Echtzeit-Reporting zu ersetzen.

E

E-Rechnung

Eine E-Rechnung ist keine PDF-Datei.

Eine echte elektronische Rechnung besteht aus strukturierten Daten, die ERP- und Buchhaltungssysteme automatisch empfangen, prüfen und verarbeiten können – ganz ohne manuelle Datenerfassung.

Die Rechnung wird dadurch von einem Dokument zu einem digitalen Datensatz.

EN 16931

EN 16931 ist der europäische Standard für elektronische Rechnungen. Er definiert, welche Informationen eine E-Rechnung enthalten muss und wie diese strukturiert sind. Formate wie XRechnung und ZUGFeRD basieren auf diesem Standard.

P

PDF-Rechnung

Eine PDF-Rechnung ist ein digitales Dokument für Menschen.

Obwohl sie Papier ersetzt, müssen die enthaltenen Informationen häufig noch manuell oder mithilfe von OCR verarbeitet werden.

Eine strukturierte elektronische Rechnung eliminiert diesen zusätzlichen Arbeitsschritt.

Peppol

Peppol (Pan-European Public Procurement Online) ist ein internationales Netzwerk für den sicheren Austausch elektronischer Geschäftsdokumente.

Peppol legt nicht fest, wie Unternehmen buchen.

Es definiert, wie Systeme strukturierte Daten sicher und standardisiert austauschen.

Man kann sich Peppol als das Internet für elektronische Geschäftsdokumente vorstellen.

E-Mails übertragen Dateien.

Peppol überträgt strukturierte Daten.

S

Strukturierte elektronische Rechnung

Eine strukturierte elektronische Rechnung speichert alle Rechnungsinformationen – beispielsweise Lieferant, Rechnungsbetrag, Umsatzsteuer oder Zahlungsziel – in einer standardisierten Form, die Computersysteme unmittelbar verarbeiten können.

Während eine PDF-Rechnung für Menschen erstellt wird, ist eine strukturierte Rechnung für Systeme bestimmt.

V

VAT Gap

Die VAT Gap bezeichnet die Differenz zwischen den theoretisch zu erwartenden Mehrwertsteuereinnahmen und den tatsächlich eingezogenen Steuern.

Die Verringerung dieser Lücke gehört zu den wichtigsten Zielen der europäischen Digitalisierung im Steuerbereich.

VAT in the Digital Age (ViDA)

VAT in the Digital Age (ViDA) ist eine Initiative der Europäischen Kommission zur Modernisierung der Mehrwertsteuer innerhalb der Europäischen Union.

Ziel ist es, digitale Berichtsprozesse, strukturierte elektronische Rechnungen und standardisierte Datenformate einzuführen, damit Unternehmen und Behörden künftig mit nahezu aktuellen Finanzdaten arbeiten können.

X

XRechnung

XRechnung ist der in Deutschland entwickelte Standard für strukturierte elektronische Rechnungen gemäß EN 16931. Er wird insbesondere im öffentlichen Sektor eingesetzt und erfüllt die gesetzlichen Anforderungen für elektronische Rechnungen.

Z

ZUGFeRD

ZUGFeRD ist ein hybrides Rechnungsformat, das eine PDF-Datei mit strukturierten XML-Daten kombiniert. Dadurch kann dieselbe Rechnung sowohl von Menschen gelesen als auch automatisiert von ERP- und Buchhaltungssystemen verarbeitet werden.

FAQ

Was ist Peppol?

Peppol ist ein internationales Netzwerk für den sicheren Austausch strukturierter elektronischer Rechnungen und anderer Geschäftsdokumente zwischen Unternehmen, Behörden sowie ERP- und Buchhaltungssystemen.

Ist die E-Rechnung in Deutschland verpflichtend?

Ja.

Seit dem 1. Januar 2025 müssen Unternehmen im B2B-Bereich elektronische Rechnungen empfangen können. Die Verpflichtung zum Versand elektronischer Rechnungen wird im Rahmen einer gesetzlichen Übergangsphase schrittweise ausgeweitet.

Muss ich mein ERP-System austauschen?

In den meisten Fällen nicht.

Häufig genügt eine Integration des bestehenden ERP- oder Buchhaltungssystems mit einer Lösung, die Peppol sowie strukturierte elektronische Rechnungen unterstützt.

Ist eine PDF-Rechnung eine E-Rechnung?

Nein.

Eine PDF-Datei ist lediglich ein digitales Dokument.

Eine echte elektronische Rechnung besteht aus strukturierten Daten, die von Computersystemen automatisch verarbeitet werden können.

Was ist der Unterschied zwischen Peppol und einer Software zur Rechnungsautomatisierung?

Peppol übernimmt den sicheren Austausch strukturierter Rechnungsdaten zwischen Unternehmen.

Lösungen zur Rechnungs- und Finanzautomatisierung übernehmen anschließend die internen Prozesse – beispielsweise Freigaben, KI-gestützte Datenerfassung, ERP-Integration, Buchung, Reporting und digitale Archivierung.

Beide Technologien ergänzen sich.

Quellen

Digitalisierung der Buchhaltung
2026-06-23
|
0 min lesezeit

7 Schlüsselfunktionen moderner Software zur Digitalisierung der Buchhaltung, die Ihr Unternehmen auf das nächste Level bringen

Bei der Digitalisierung der Buchhaltung geht es nicht nur darum, Papier durch digitale Dokumente zu ersetzen. Der eigentliche Mehrwert liegt in Transparenz, Geschwindigkeit und fundierten Entscheidungen in Echtzeit. Dieser Artikel zeigt sieben zentrale Funktionen moderner Softwarelösungen, die die Effizienz von Finanzabteilungen nachhaltig verbessern – von KI-gestützter Datenerfassung bis hin zu ERP-Integration und Echtzeit-Reporting.

Die Digitalisierung der Buchhaltung bedeutet weit mehr als das Umwandeln von Papierrechnungen in PDF-Dateien. Sie stellt einen grundlegenden Wandel dar, der Zeit spart, Fehler reduziert und CFOs sowie Finanzteams jederzeit Transparenz über die finanzielle Situation des Unternehmens verschafft.

Wenn Sie die Einführung digitaler Buchhaltungsprozesse planen, sollten Sie wissen, welche Funktionen wirklich entscheidend sind. Im Folgenden stellen wir sieben Funktionen vor, auf die moderne Software für die Automatisierung von Finanzprozessen nicht verzichten kann.

Funktion 1: KI-gestützte Datenerfassung aus Rechnungen und Belegen

Was ist das?

Künstliche Intelligenz liest Rechnungen, Quittungen und Verträge automatisch aus und extrahiert relevante Informationen wie Rechnungsnummer, Fälligkeitsdatum, Betrag, Lieferant und Umsatzsteuer.

Warum ist das wichtig?

Erfahrungen aus Kundenprojekten zeigen, dass Buchhalterinnen und Buchhalter bis zu 40 % ihrer Arbeitszeit mit manueller Dateneingabe verbringen. KI-gestützte Lösungen können diesen Aufwand um bis zu 90 % reduzieren.

Praxisbeispiel

Eine Rechnung eines Mobilfunkanbieters geht per E-Mail ein → die KI extrahiert die relevanten Daten → das System gleicht die Rechnung automatisch mit einer Bestellung ab → die Rechnung wird zur Freigabe weitergeleitet → nach Freigabe erfolgt die Übergabe an das ERP-System.

Vorteil von wflow

wflow nutzt moderne OCR-Technologien, die auch handschriftliche Belege und ungewöhnliche Rechnungsformate zuverlässig erkennen. Die Datenerkennungsrate liegt bei über 96 %.

Funktion 2: Automatisierte Rechnungsverarbeitung

Was ist das?

Die Software prüft Rechnungen automatisch mittels 3-Wege-Abgleich (Rechnung, Bestellung und Wareneingang), erkennt Dubletten und weist auf verdächtige Transaktionen hin.

Warum ist das wichtig?

Laut der Association of Certified Fraud Examiners (ACFE) zählen Rechnungsbetrug und fehlerhafte Rechnungsverarbeitung zu den häufigsten Ursachen finanzieller Schäden in Unternehmen. Automatisierte Prozesse reduzieren diese Risiken erheblich.

Praxisbeispiel

Ein Lieferant stellt eine Rechnung über 5.000 € aus → das System prüft, ob eine passende Bestellung vorliegt → der Wareneingang wird abgeglichen → bei Übereinstimmung erfolgt die Freigabe → bei Abweichungen wird ein Hinweis erzeugt.

Geschäftlicher Nutzen

Unternehmen reduzieren Fehlerquoten und Bearbeitungszeiten um 40–50 %. Kunden von wflow berichten von Zeitersparnissen von bis zu 50 %.

Funktion 3: Digitale Dokumentenarchivierung

Was ist das?

Alle Rechnungen, Verträge und Belege werden automatisch in einem sicheren digitalen Archiv gespeichert – inklusive Volltextsuche und qualifizierter Zeitstempel.

Warum ist das wichtig?

Unternehmen müssen steuerlich relevante Dokumente über viele Jahre revisionssicher aufbewahren. Digitale Archivierung gewährleistet Authentizität, Integrität und langfristige Lesbarkeit.

Praxisbeispiel

Sie benötigen eine Lieferantenrechnung aus dem Jahr 2021? Geben Sie den Lieferantennamen oder die Rechnungsnummer ein → das Dokument wird innerhalb weniger Sekunden angezeigt → anschließend kann es heruntergeladen oder an Prüfer weitergegeben werden.

Vorteil von Wflow

wflow bietet ein digitales Archiv mit ISO-27001-Zertifizierung, vollständiger Audit-Trail-Funktion und qualifizierten Zeitstempeln.

Funktion 4: Finanzreporting in Echtzeit

Was ist das?

Ein Dashboard liefert jederzeit aktuelle Informationen zu offenen Rechnungen, Ausgaben und Cashflow-Engpässen.

Warum ist das wichtig?

CFOs benötigen aktuelle Daten – nicht erst nach dem Monatsabschluss. Laut Gartner verfügen Unternehmen mit Echtzeit-Reporting über eine deutlich bessere Kontrolle ihres Cashflows.

Praxisbeispiel

Der CFO öffnet das Dashboard → erkennt 15 offene Rechnungen mit einem Gesamtwert von 450.000 € → drei davon sind überfällig → direkt aus dem System heraus werden weitere Maßnahmen eingeleitet.

Geschäftlicher Nutzen

Echtzeit-Reporting ermöglicht schnellere Entscheidungen, bessere Liquiditätsplanung und mehr Transparenz.

Funktion 5: Mobile Freigabe-Workflows

Was ist das?

Rechnungen, Ausgaben und Bestellungen können jederzeit und von überall über mobile Endgeräte freigegeben werden.

Warum ist das wichtig?

In hybriden Arbeitsmodellen darf die Bearbeitung von Rechnungen nicht davon abhängen, ob sich ein Manager gerade im Büro befindet.

Praxisbeispiel

Ein Mitarbeiter fotografiert einen Reisebeleg → der Vorgesetzte erhält eine Benachrichtigung → prüft den Beleg → erteilt die Freigabe mit einem Klick → die Buchung erfolgt automatisch.

Vorteil von Wflow

Die mobile App von Wflow für iOS und Android unterstützt sogar Offline-Funktionen. Synchronisierung erfolgt automatisch, sobald eine Internetverbindung besteht.

Funktion 6: Nahtlose ERP-Integration

Was ist das?

Die Lösung verbindet sich per API mit bestehenden ERP-Systemen – ohne dass ein Wechsel des ERP erforderlich ist.

Warum ist das wichtig?

Unternehmen möchten bestehende Systeme nicht ersetzen. Eine gute Integration sorgt dafür, dass Daten automatisch zwischen den Anwendungen fließen.

Praxisbeispiel

Eine Rechnung wird in wflow freigegeben → automatisch im ERP verbucht → mit dem digitalen Archiv verknüpft → das Original-PDF bleibt jederzeit verfügbar.

Vorteil von Wflow

Wflow bietet Integrationen zu mehr als 50 ERP-, Buchhaltungs- und Bankensystemen.

Funktion 7: Automatisiertes Ausgabenmanagement

Was ist das?

Mitarbeitende fotografieren Belege per Smartphone. Das System erkennt die Daten automatisch, gleicht sie mit Kreditkartentransaktionen ab und leitet den Vorgang zur Freigabe weiter.

Warum ist das wichtig?

Verlorene Belege, fehlende Freigaben und Excel-Tabellen gehören zu den häufigsten Ursachen für Ineffizienz im Ausgabenmanagement.

Praxisbeispiel

Ein Mitarbeiter bezahlt ein Geschäftsessen mit der Firmenkarte → fotografiert den Beleg → die KI extrahiert die Daten → das System ordnet den Beleg der Kartentransaktion zu → nach Freigabe erfolgt die automatische Verbuchung.

Geschäftlicher Nutzen

Unternehmen sparen monatlich 15–20 Arbeitsstunden und reduzieren Fehlerquoten um bis zu 80 %.

✅ Die wichtigsten Erkenntnisse

  • KI-gestützte Datenerfassung reduziert manuelle Arbeit um bis zu 90 %.
  • Automatisierte Rechnungsverarbeitung senkt Fehler- und Betrugsrisiken.
  • Digitale Archivierung unterstützt Compliance und schnellen Dokumentenzugriff.
  • Echtzeit-Reporting verbessert Transparenz und Liquiditätssteuerung.
  • Mobile Freigaben beschleunigen Prozesse.
  • ERP-Integrationen verhindern Datensilos.
  • Automatisiertes Ausgabenmanagement reduziert Aufwand und Fehler.

FAQ

Welche Funktionen sind bei Software zur Digitalisierung der Buchhaltung besonders wichtig?

Zu den wichtigsten Funktionen zählen KI-gestützte Datenerfassung, automatisierte Rechnungsverarbeitung, digitale Archivierung, Echtzeit-Reporting, mobile Freigaben, ERP-Integration und automatisiertes Ausgabenmanagement.

Wie verbessert KI die Digitalisierung der Buchhaltung?

KI extrahiert Daten automatisch aus Rechnungen und Belegen, erkennt Auffälligkeiten und reduziert manuelle Arbeit sowie Fehlerquellen erheblich.

Kann Software zur Digitalisierung der Buchhaltung in bestehende Systeme integriert werden?

Ja. Moderne Lösungen bieten API-Schnittstellen und Standardkonnektoren für ERP- und Buchhaltungssysteme, sodass bestehende Systeme weiter genutzt werden können.

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